Aktuell:

“Wir brauchen in der Auseinandersetzung mit dem Thema Autismus einen Paradigmenwechsel. Ich halte es für einen schwerwiegenden Fehler, mit den Unterstützung- und Förderangeboten erst zu beginnen, wenn sich die klassischen Symptome abbilden. Wir sollten viel häufiger in dem Moment ansetzen, in welchem deutlich wird, dass das Kind auf die Beziehungsangebote seiner Eltern nicht hinreichend reagiert. Diese Beobachtung können wir schon um das erste Lebensjahr machen. Es liegt mir fern, mit dem Begriff einer autistischen Kultur eine neue Zuschreibung vorzunehmen, die eine weitere Kategorie schafft, die eine Aufteilung in wir und die anderen vornimmt. Der Kulturbegriff soll eher dazu dienen, zu akzeptieren, dass verschiedene Gruppen unterschiedliche Entwicklungshintergründe haben, aus welchen sich zwangsläufig andere Vorstellungen und ein anderes Empfinden von der Realität ergeben. Das autistische Kind hat Schwierigkeiten, sich unserer Kultur und unseren Vorstellungen anzupassen, und trotzdem verharren wir in der Haltung, dieses täglich von ihm zu erwarten. Dabei würde eine frühzeitige Anpassung unsererseits sowie von Bildungseinrichtungen sowie der Gesellschaft die Entwicklung von autistischen Kinder begünstigen und das Leben seiner Eltern sowie das von erwachsenen Betroffenen erleichtern.” Klaus Kokemoor

Autismus – der große Fehler mit der Diagnostik (externer Link): Klaus Kokemoor Interview


Kurs-Nr. W01: Wochenendseminar

Autismus neu verstehen

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“Begegnung mit einer anderen Kultur”

Dieses Seminar leistet einen praxisnahen Beitrag, sich einer neuen verstehenden Perspektive  zu nähern. Über dieses tiefere Verständnis können pädagogische und therapeutische Handlungsmöglichkeiten entwickelt werden, die das autistische Kind in seinem individuellen Reifungsprozess unterstützen.

Der Begriff der „anderen Kultur“ ist hier eine Hilfe, um den Kindern mit ihren ganz eigenen kulturellen Gewohnheiten und Objekten in Achtsamkeit und mit Respekt zu begegnen.

Es werden Handlungsweisen vorgestellt, die die Anschlussmöglichkeiten des Kindes an die äußere Welt erhöhen und dieses dabei unterstützen, einen Kontakt zu sich selbst herzustellen.

Neben den Rahmenbedingungen für gelungene Entwicklungsprozesse werden auch Grundelemente pädagogischer und therapeutischer Handlungsweisen Thema sein. Zur Unterstützung einer verstehenden Haltung werden auch Filme, Bilder und viele Beispiele aus der pädagogischen und therapeutischen Arbeit genutzt.


Das Seminar ist akkreditiert bei der Psychotherapeutenkammer (19 Punkte) / Ärztekammer Niedersachsen (16 Punkte).

Dieses Seminar wird als Wahlfach für die Weiterbildung aut.IN-Coach angerechnet. Siehe aut.IN-Coach Grundlagenseminare


Referent: Klaus Kokemoor

Termin: 03.-04.07.2020
Termin:
19.-20.02.2021

Zeit: Freitag 10:30 Uhr – 17:30 Uhr, Samstag 9:00 Uhr – 16:00 Uhr

Kosten: 240 €

OrtDas Seminar findet im ZAK Schulungsraum statt. Adresse und Wegbeschreibung

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 20 Personen.

Zur Anmeldung – Termin  Juli 2020

Zur Anmeldung – Termin Februar 2021